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Disputa

„Wer bin ich...?“

Ein Segen für Homosexuelle?

Das ist der Satz zu den Homosexuellen, den Papst Franziskus im Sommer 2013 vor Journalisten während des Rückflugs vom Weltjugendtag in Rio de Janeiros sagte: „Ach, es wird so viel über die Gay-Lobby geschrieben… Ich glaube, wenn jemand sich einem solchen Menschen gegenüber sieht, muss er das Faktum, ,Gay’ zu sein, von dem Faktum unterscheiden, daraus eine Lobby zu machen. Denn die Lobbies – alle Lobbies – sind nicht gut… Wenn einer Gay ist und den Herrn sucht und guten Willen hat – wer bin dann ich, ihn zu verurteilen? Der Katechismus der Katholischen Kirche erklärt das sehr schön, aber er sagt: Halt! Diese Menschen dürfen nicht an den Rand gedrängt werden, sie müssen in die Gesellschaft integriert werden.“ Meistens auf das kurze „...wer bin ich, ihn zu verurteilen?“ verkürzt, hatte diese lockere Bemerkung des Papstes ein ungewöhnlich starkes Echo – außerhalb der Kirche, aber auch innerkirchlich. Viele glaubten – nicht zuletzt bei der römischen Bischofssynode 2014 –, dass nun die Stunde der Homosexuellen gekommen sei. Auch zum Beispiel, was die kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare angeht.

„Jakob segnet Benjamin“ von Ury Lesser, 1884.
Foto: Xpress

Es wäre de facto eine Auflösung des Ehesakraments

Warum die Segnung homosexueller Paare nicht möglich ist – Eine durch lehramtliche Vorgaben gewonnene Einsicht

von Markus Büning

Von der „Leitung“ der Deutschen Bischofskonferenz ging zum Jahreswechsel die Debatte aus, neu über das Thema der Homosexualität in der Kirche nachzudenken. Zunächst forderte der Vorsitzende der Konferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Dinge differenzierter zu beurteilen. Man könne nicht von außen immer von schwerer Sünde in diesem Zusammenhang sprechen. Zudem müsse man die Gewissensentscheidung der Betroffenen akzeptieren.


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