VATICAN-magazin

Ach Nee, Kinder ...

In memoriam Klopferis

von Alexandra Maria Linder

Gerade bin ich aus dem Haus zur Chorprobe, da klingelt schon das Handy: „Mama, Klopfer ist gerade gestorben!“, schluchzt C-Kind. Wir hatten schon seit Wochen damit gerechnet. Am Nachmittag, als er, vornehm in ein weiches Handtuch auf den Arm gekuschelt (er liebte das, und es hatte den Vorteil, Kinder- und Mamaklamotten vor Flecken und strengen Gerüchen zu bewahren), in seinen Pirk (sauerländisch für eingezäunte Freilauffläche im Garten) sollte, atmete er schwer und pfiff wörtlich aus dem letzten Loch. Schon seit Tagen lag er meistens herum und fraß nicht mehr viel, nicht einmal mehr seine geliebten Blüten des heimischen Spitzwegerichs. Ja, früher, als er noch ein junger Spund war, da tobte er mit Kumpel Chili umher, dass die Streu nur so durch den Flur staubte. Tragen ließ er sich gar nicht gern, mit Vergnügen strampelte er wild vor sich hin, hüpfte vom Arm und genoss es, mit lautem Getöse und Kindertrara auf Nachbars Wiese, wenn es ihm genehm war, wieder eingefangen zu werden.


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