VATICAN-magazin

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aus dem logbuch des schiffs petri

Roma amoR

von natalie nordio

Direkt hinter der Piazza Navona beginnt die „Via dei Coronari“. Fünfhundert Meter ist die kleine Straße lang und war aufgrund ihres schnurgeraden Verlaufs im Mittelalter als „Via Recta“, „gerade Straße“, bekannt. Sie endet unweit der Engelsbrücke am Tiber. Von hier ist der Petersdom nur noch einen Steinwurf entfernt. So schlendern nicht nur heute noch gerne Besucher über die verkehrsberuhigte „Via dei Coronari“ nach Sankt Peter. Schon die Pilger wählten auf ihren Wallfahrten häufig denselben Weg. Heute prägen kleine Antiquitätengeschäfte und Kunstgalerien, niedliche Straßencafés und schnuckelige Restaurants das Gesicht der Straße, in der nicht nur der Maler Raffael gelebt hat, sondern auch die Geliebte Cesare Borgias, des Sohns Papst Alexanders VI. Sie soll in der Hausnummer 157 gewohnt haben. Neben diesen illustren Anwohnern hatten aber besonders die Verkäufer von Rosenkränzen, Ikonen und Heiligenbildnissen die strategische Lage der Via erkannt und hier zahlreiche Läden eröffnet. So konnte sich die vorbeiziehende Pilgermasse auf dem Weg nach Sankt Peter mit allen möglichen Andachtsgegenständen eindecken. Noch heute erinnert der Straßenname „dei Coronari“ an die Rosenkranzverkäufer, denn im Italienischen bedeutet „corona“ nicht nur Krone, sondern auch Rosenkranz, „corona del rosario“.


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