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Disputa

Der Papst als Brückenbauer

Der Primat des Bischofs von Rom muss kein Stolperstein für die Ökumene sein

Im theologischen Dialog mit der Orthodoxie strebt die katholische Seite nun an, ein gemeinsames Dokument zu erarbeiten, das das Verhältnis von Primat und Synodalität im zweiten christlichen Jahrtausend behandelt, nachdem für die Zeit vor der Kirchenspaltung zwischen Ost und West, für das erste Jahrtausend, ein solches Dokument bereits erarbeitet wurde. Und in den Konsensgesprächen mit den Lutheranern strebt Rom eine Gemeinsame Erklärung an, die die Frage nach der Kirche, dem Sakrament und dem Amt beinhaltet. In den beiden wichtigen Feldern des ökumenischen Dialogs mit der Orthodoxie und mit dem Lutherischen Weltbund geht es also jetzt nicht zuletzt um den Papst. Gemeinhin gilt der Primat des Bischofs von Rom als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zur Einheit der Kirche. Für den Vatikan zeichnet Kardinal Kurt Koch, der Präsident des Rats für die Einheit der Christen, für den ökumenischen Dialog verantwortlich. Auf den folgenden Seiten legt er dar, dass der päpstliche Primat keineswegs als der große Stolperstein der Ökumene gesehen werden muss, sondern als Chance für die Überwindung der Kirchenspaltung.

Cesare Nebbia: „Das Konzil von Nicea“ (Detail), 1590. Salone Sistino, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vatikan.
Foto: Xpress

Warum die Ökumene den Primat des Papstes braucht

Der Vorrang des Bischofs von Rom muss kein Stolperstein für die Ökumene sein

von Kurt Kardinal Koch

Alle Päpste seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben zum Gespräch über das Papstamt eingeladen und wesentliche Schritte auf eine ökumenische Verständigung über das Amt des Bischofs von Rom hin unternommen. Es macht dabei das Verdienst von Papst Paul VI. aus, dass er bei seinem Besuch im damaligen Sekretariat für die Einheit der Christen im Jahre 1967 in freimütiger und ehrlicher Weise ausgesprochen hat, dass die Frage des Papstamtes eines der wichtigsten ökumenischen Probleme darstellt: „Der Papst ist, wir wissen es wohl, ohne Zweifel das schwerwiegendste Hindernis auf dem Weg des Ökumenismus.“


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