Disputa 8-9/2014

 

Wider die Klerikalisierung der Laien

Ihr Ort soll der Alltag sein, nicht der Altar

„Wir dürfen weder die Laien klerikalisieren, noch dürfen sie darum bitten. Der Laie ist Laie und soll als Laie leben – mit der Kraft der Taufe, die ihn dazu ermächtigt, Sauerteig der Liebe Gottes in der Gesellschaft zu sein, um Hoffnung zu wecken und zu säen, um den Glauben zu verkünden, nicht von der Kanzel, sondern von seinem alltäglichen Leben aus. Um das tägliche Kreuz zu tragen, wie wir es alle tragen. Allerdings das Kreuz des Laien, nicht das des Priesters.“ (Kardinal Jorge Mario Bergoglio, 2011)

 

Kirchen ohne Altäre und Herden ohne Hirten?

Die Pastoral ist im Umbruch. In vielen Diözesen nördlich der Alpen erhält die „klassische“ Pfarrei ein neues Erscheinungsbild.  Doch ändert sich damit auch ihr Wesen? Ein Beitrag zur Unterscheidung der Geister

von Christoph Sperling

 

Wir sollen umdenken! Und wie es vor vier Jahren ein Magdeburger Ordinariatsrat ausdrückte, soll sich „keiner beziehungsweise keine diesen Umdenkprozessen einfach entziehen“. Dafür wird zurzeit vieles getan.
In der Schule haben wir gelernt, dass es bei einem Organismus einen Genotyp und einen Phänotyp gibt. Der Genotyp bezeichnet die genetische Identität eines Lebewesens, der Phänotyp das Erscheinungsbild, das sich im Laufe eines Lebens in erstaunlichem Maße ändern kann, ohne dass das Lebewesen nicht mehr mit sich selbst identisch wäre beziehungsweise sein spezifisches Wesen eingebüßt hätte.
Ich habe schon in vielen Kirchen und Kapellen die heilige Messe gefeiert. Ich war in den Vereinigten Staaten, in Kolumbien und Afrika. Ich habe die byzantinische Liturgie in der Ukraine erlebt und auch schon an der Feier der heiligen Eucharistie im syro-malabarischen Ritus teilgenommen. Ich habe schon viele und die verschiedensten Kirchen gesehen. Die romanische Abteikirche, die Tiroler Bergkapelle, die Kathedralen von Cincinnati und Ouagadougou, die Kirche von Nowa Huta, die italienische Vorstadtpfarrkirche und die ärmliche Holzkirche der kolumbianischen Zuckerrohrplantagenarbeiter. In jedem Gotteshaus habe ich einen Altar gefunden: einen großen aus Stein oder einen provisorischen Holzaltar. Aber immer einen Altar. Der Phänotyp war sehr verschieden. Aber immer wusste ich: Ich bin in einer katholischen Kirche. Einmal war ich auch in der anglikanischen Kathedrale von Washington. Es wurde gerade eine anglikanische Bischofsweihe gefeiert. Der Phänotyp (Architektur, Gewänder, Gesänge) war auf den ersten Blick ganz katholisch. Aber schnell war klar: Der Genotyp ist hier ein anderer.
Der Altar in unseren Kirchen ist der Ort des eucharistischen Opfers. Er stellt Christus dar, den wahren Hohepriester. Der Altar gehört unverzichtbar zum Genotyp des Organismus Kirche. In der Osterpräfation V heißt es von Christus: „...er selbst ist der Priester, der Altar und das Opferlamm“.  Aus der Eucharistie lebt die Kirche. Für die Feier des eucharistischen Opfers sind unsere Kirchen gebaut und geweiht.
Der Pressesprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken teilte vor einiger Zeit (27. Juni 2014) mit, dass dessen Präsident, der Politiker Alois Glück, das von der Diözese Würzburg gestartete Projekt begrüße, Laien an der Gemeindeleitung zu beteiligen. „Hier zeichnet sich ein Mentalitätswandel ab, der auf die gemeinsame Verantwortung von Priestern und Laien für die Gestaltung des Gemeindelebens setzt und das Erscheinungsbild unserer Kirche nachhaltig verändert“, so Glück.
Wir halten also fest: Das Erscheinungsbild, der Phänotyp unserer Kirche, soll sich nachhaltig verändern. Wir sollen uns einem Umdenkprozess nicht entziehen können. Die entscheidende Frage ist, ob damit auch der Genotyp der Kirche betroffen ist. Es geht bei dieser Frage um zwei miteinander tief zusammenhängende Wahrheiten: um die Wahrheit der Eucharistie und um die Wahrheit des katholischen Weihepriestertums und Hirtenamtes.
Priester und von der Kirche bezahlte Laien werden in den einen Topf  „Hauptamtliche“ geworfen. Ein Bischof beginnt eine Predigt mit: „Liebe Hauptamtliche und liebe Laien“. Er hätte auch sagen können: „Liebe bezahlte und liebe unbezahlte Christen“, damit aber ist die wesenhafte hierarchischsakramentale Struktur der katholischen Kirche aus dem Blick geraten,  und wir verstehen uns selbst nach weltlichen Kategorien. Der Organismus Kirche mit seinem übernatürlichen Wesen, das mit rein soziologischen Kategorien nicht erfasst werden kann, wird verkannt und in ihm nicht angemessene Begriffe gepresst. In der Kirchenzeitung wird gemeldet: „Seelsorger dachten über das Miteinander von Hauptamtlichen und den (sogenannten) Laien nach“ (Tag des Herrn, 13. November 2011). Durch die Änderung der Sprache soll die Wirklichkeit geändert werden. Denn tatsächlich unterscheiden sich, wie auch das letzte Konzil bekannte, das allgemeine und das Weihepriestertum (das heißt Laien und Priester) nicht nur dem Grade, sondern dem Wesen nach (Lumen Gentium 10). Der Standesunterschied kommt nicht durch Bezahlung oder Nichtbezahlung, sondern durch die übernatürliche Wirklichkeit der Weihe zustande. Wenn wir um „geistliche Berufungen“ beten, dann beten wir eben nicht um Küster, Organisten und Gemeindereferenten, sondern um Priester und Ordensleute. Aber in den Flyern zur „Berufungspastoral“ wird seit Jahren – auch gegen Protest – die geistliche Berufung zum Priestertum oder gottgeweihten Leben im Orden munter mit den verschiedensten Berufen durcheinandergebracht, die die kirchensteueralimentierte Kirche in Deutschland anzubieten hat. Dies geschieht absichtlich und planmäßig. Berufung aber und Beruf sind zwei verschiedene Dinge.
Laut Hans Urs von Balthasar gibt es „echte“ und „forcierte Laien“. „Während die echten mit Selbstverständlichkeit ihren Dienst an ihrem Platz versehen – einen heute mehr als je wirklich unentbehrlichen Dienst –, müssen die ‚forcierten Laien‘ immerfort ihr Laientum betonen und kirchenideologisch untermauern.“ (Neue Klarstellungen, 1979, S. 116)
Ein damaliger hoher Mitarbeiter unseres Ordinariats äußerte 1997 zur vatikanischen Instruktion zur Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester öffentlich: „Der Papst macht die Kirche kaputt.“ In einer Aussendung meines Bistums siebzehn Jahre später heißt es: „Bei ‚Geistlichen‘ denken wir zuerst an Priester. Doch auch andere Hauptberufliche in Seelsorge, Schule und Caritas stellen sich in den Dienst für das Leben und den Glauben anderer.“ (Zukunftsbilder Bistum Magdeburg 2019).  Diese Formulierungen sind nichts anderes als Nebelbomben. Der Neusprech soll das „Umdenken“ festmauern, dem sich keiner entziehen können soll. Immer wieder wird beteuert: Wir wollen ja keine Kirche ohne Eucharistie, wir wollen ja keine Kirche ohne Priester. Aber gleichzeitig werden diesem Bekenntnis widersprechende Fakten gesetzt. Die Taten widersprechen den Worten. In ein und derselben Kleinstadt werden an einem Vormittag in zwei nicht weit voneinander entfernten Kirchen Gottesdienste gefeiert: der eine ist eine heilige Messe, der andere eine so genannte Wortgottesfeier. Solche Zustände sind im deutschsprachigen Raum Legion. Die Gläubigen und die Gottesdienstleiter selbst werden nicht darauf aufmerksam gemacht, dass sie durch die Teilnahme an der Wortgottesfeier ihrer Sonntagspflicht nicht nachkommen. Das eucharistische Opfer, das Christus das Leben kostet, ist uns keine zehn Minuten Fußweg oder fünf Minuten Autofahrt mehr wert. Diese Situation, die angeblich die zentrale Bedeutung der Eucharistie nicht schmälert, wird euphemistisch als „liturgische Vielfalt“ bezeichnet. In manchen Bistümern wird heute sogar offiziell dazu aufgefordert, nicht zu einer heiligen Messe in die benachbarte Kirche zu fahren, sondern durch die Teilnahme am Wortgottesdienst der eigenen Gemeinde treu zu bleiben. Pensionierte Priester werden an der Zelebration gehindert. Das Ortsprinzip wird über die Treue zum eucharistischen Opfer des Herrn gestellt. Die „Gemeinde“ ist wichtiger als der eucharistische Christus. Der Altar als Ort des Opfers wird zum Tisch der Kommunionspendung. Damit ist er aber auf die Dauer im Bewusstsein der Gläubigen kein Altar mehr und könnte letztlich auch abgeschafft werden.
Im Juli 2013 warnte Papst Franziskus vor der Klerikalisierung der Laien: „Der Klerikalismus ist ebenfalls eine sehr aktuelle Versuchung in Lateinamerika. Seltsamerweise handelt es sich in der Mehrheit der Fälle um eine sündige Komplizenschaft: Der Pfarrer klerikalisiert, und der Laie bittet ihn höflich, ihn zu klerikalisieren, weil es sich im Grunde für ihn als bequemer erweist.“ Noch als Kardinal hatte Jorge Mario Bergoglio bereits 2011 formuliert: „Wir dürfen weder die Laien klerikalisieren, noch dürfen sie darum bitten. Der Laie ist Laie und soll als Laie leben – mit der Kraft der Taufe, die ihn dazu ermächtigt, Sauerteig der Liebe Gottes in der Gesellschaft zu sein, um Hoffnung zu wecken und zu säen, um den Glauben zu verkünden, nicht von der Kanzel, sondern von seinem alltäglichen Leben aus. Um das tägliche Kreuz zu tragen, wie wir es alle tragen. Allerdings das Kreuz des Laien, nicht das des Priesters.“
Bei uns sollen Laien – das heißt de facto aber nur einige wenige von ihnen – nun also an der „Leitung von Pfarreien“ beteiligt werden. Es wird mitgeteilt: „Zukünftig wird nicht jede Pfarrei durch einen eigenen Pfarrer geleitet werden…[dies gilt offensichtlich als unabänderliches Schicksal]. Zunehmend heißt das für Pfarreien: Leitung wird in gemeinschaftlichen Formen wahrgenommen. Die Aufgabe von hauptberuflichen Mitarbeiter/innen liegt dann vor allem in der Ermutigung und Begleitung von Menschen, die ehrenamtlich Verantwortung übernehmen“ (Zukunftsbilder Bistum Magdeburg 2019).
Im „Aufruf zum Ungehorsam“ österreichischer Pfarrer hieß es 2011: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass jede Pfarre einen eigenen Vorsteher hat: Mann oder Frau, verheiratet oder unverheiratet, hauptamtlich oder nebenamtlich. Das aber nicht durch Pfarrzusammenlegungen, sondern durch ein neues Priesterbild.“
Im Bistum Magdeburg wird davon ausgegangen, dass für die 44 Pfarreien zukünftig nicht mehr genügend Priester als Pfarrer zur Verfügung stehen. Es sollen aber keine Pfarreien zusammengelegt werden. Zugrunde gelegt wird Canon 517 § 2 CIC: „Wenn der Diözesanbischof wegen Priestermangels glaubt, einen Diakon oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an der Wahrnehmung der Seelsorgeaufgaben einer Pfarrei beteiligen zu müssen, hat er einen Priester zu bestimmen, der, mit den Vollmachten und Befugnissen eines Pfarrers ausgestattet, die Seelsorge leitet.“ Darauf bezieht man sich nun mit zweifelhafter Berechtigung, wenn zukünftig mehr und mehr Pfarreien von Teams aus „Haupt- und Ehrenamtlichen“ geleitet werden sollen, wobei die Rolle des verantwortlichen Priesters unklar bleibt und nach Aussagen von Ordinariatsmitarbeitern der eines Spirituals oder Geistlichen Begleiters der Gemeinde entspricht. Diese Einrichtung wird anscheinend als Dauerlösung angestrebt.  Hier ist auch die Frage zu stellen, wie das überhaupt gehen soll, Leitung als Gruppe beziehungsweise Team wahrzunehmen. In keiner demokratischen Regierung gibt es das. Nur im Kollektiv der Edelkommunisten und der 68iger am Beginn der Studentenrevolution wurde dies proklamiert, allerdings ohne umgesetzt zu werden.
Die Hoffnung auf ausreichend Priesternachwuchs aus dem eigenen Bistum beziehungsweise auf Priester fidei donum aus anderen Ortskirchen hat man offensichtlich aufgegeben. Das Fatale ist, dass gerade der allen Beteuerungen zum Trotz erweckte Eindruck, man komme vor Ort auch ohne Priester ganz gut und vielleicht sogar noch besser aus, jede neue Priesterberufung für das Bistum in Keime zu ersticken droht. Wenn das, wofür der Priester lebt, die Feier des eucharistischen Opfers und das Hirtenamt in der Kirche, ersetzbar geworden ist, warum sollte ein junger Mann sich dann auf diesen an Konsequenzen reichen Weg machen? Und wenn wirklich wieder mehr Priester aus uns oder auch zu uns kommen, werden solche „Pfarreien neuen Typs“ diese überhaupt noch als ihre eigene Hirten an- und aufnehmen können? Wird hier eine irreversible Umgestaltung angestrebt?
Hans Urs von Balthasar schrieb: „Das biblische durchgehend gebrauchte Bild vom Hirten zeigt dies klar: der Hirte ist nicht unterteilbar, nicht durch Schafe zu ersetzen“ (a.a.O., S. 117). Das Kirchenrecht sagt: „Die Pfarrei ist eine bestimmte Gemeinschaft von Gläubigen, die in einer Teilkirche auf Dauer errichtet ist und deren Seelsorge unter der Autorität des Diözesanbischofs einem Pfarrer als ihrem eigenen Hirten (proprio eiusdem pastori) anvertraut wird.“ (Canon 515 §1 CIC)  Eine Pfarrei kann also dementsprechend nicht auf Dauer ohne Pfarrer konzipiert werden („Pfarrei“ und „Pfarrer“ stehen allein begrifflich in einem untrennbaren und unersetzbaren Zusammenhang!), analog zu einem Bistum, das zwar jahrelang vakant sein, aber nicht dauerhaft ohne Bischof gedacht werden oder leben kann (mit dem „Bistum“ und dem „Bischof“ verhält es sich sprachlich ebenso). Der Hirte heiligt, leitet und lehrt. Keine Gemeinde kann sich selbst heiligen, leiten und lehren, wenn uns auch schon vor Jahren gesagt wurde, heute sei die Gemeinde „Subjekt der Seelsorge“.
„Wortgottesfeiern“, zu deren Leitung so eifrig gutwillige und opferbereite ehrenamtliche Helfer ausgebildet werden, die dann natürlich das Erlernte auch einmal anwenden wollen, sind kein und können kein Ersatz für die sonntägliche Feier des eucharistischen Opfers sein. Dieser Eindruck wird aber immer mehr und offensichtlich absichtlich erweckt. Sollte wirklich kein Priester für die Messfeier zur Verfügung stehen und sollte der Weg zur nächsten Messe tatsächlich zu weit sein, dann empfiehlt es sich, dass die Gläubigen sich zum Hören auf das Wort Gottes, zum Bitt- und Lobgebet versammeln und dass ihnen gegebenenfalls auch die heilige Kommunion gespendet wird. Auf Französisch gibt es dafür den schönen Ausdruck „Assemblées dominicales en attente de prêtre“, das heißt „Sonntägliche Versammlungen in Erwartung eines Priesters“. Was nun mehr und mehr im deutschsprachigen Raum eingeführt wird, ist jedoch allen Bekräftigungen zum Trotz de facto etwas anderes. Jeder kann sich davon überzeugen.
Es drängt sich der Eindruck auf: Nicht nur der Phänotyp der Kirche soll sich ändern, sondern der Genotyp, in ihre vom Herrn eingestiftete Wesensstruktur soll eingegriffen werden. Für dieses Werk aber dürfen wir weder als Priester noch als Laien zur Verfügung stehen. Seien wir wachsam! Als christgläubige Laien müssen wir jeden zumutbaren Weg auf uns nehmen, um möglichst gemeinsam eine heilige Messe am Sonntag zu erreichen. Das „Zusammenkommen an einem gemeinsamen Ort“ war schon in der alten Kirche der erste Akt der sonntäglichen Eucharistie (vgl. die Beschreibung des hl. Justin um 155). Dabei gilt es, Fahrgemeinschaften zu organisieren und niemals das Ortsprinzip über die Einladung des Herrn zu seinem eucharistischen Opfer zu stellen. Und als Priester dürfen wir nicht zulassen, dass in unserem Verantwortungsbereich die sonntägliche Eucharistie oder das Hirtenamt durch Surrogate ersetzt werden. Alle noch so frommen Gebetsinitiativen um Priesternachwuchs laufen ins Leere, wenn sie durch unser tatsächliches Handeln ad absurdum geführt werden.
Eine wahre Erneuerung und ein wirklicher Aufbruch sind von diesem „Umdenken, dem sich keiner entziehen kann“, und von den damit angestrebten und schon längst begonnenen Umstrukturierungen nicht zu erwarten. Vor über 110 Jahren schrieb Wilhelm von Keppler, Bischof von Rottenburg, Worte, die uns auch heute noch den Weg zur wahren Reform zeigen können: „Eine Reform des Katholizismus muss selbstverständlich vor allem eine religiöse Reform sein. Ihre primären Triebkräfte und Hilfskräfte sind daher religiöse, die übernatürlichen Heilskräfte und Gnadenmittel, der Glaube, die Sakramente, das Messopfer, das Gebet, die Beichte. Das Sakrament der Buße ist das eigentliche Reformsakrament… Hat man jemals gehört, dass einer der heutigen Reformer die Katholiken auch zum Gebet, zur Buße, zur Beichte ermahnt hätte? Und doch ist dies die Vorbedingung jedes Heils. Man soll das Pferd nicht hinter den Wagen spannen. Die falschen Reformer aller Zeiten sind daran zu erkennen, dass in ihren Plänen gerade die religiösen, übernatürlichen Kräfte keine Rolle spielen…“ Auf diese übernatürlichen Kräfte, die uns vor allem durch die Sakramente vermittelt werden, dürfen und müssen wir uns als katholische Laienchristen und Priester auch heute verlassen. Denn der Herr hat versprochen, bei Seiner Kirche zu bleiben. Bleiben wir aber auch bei Ihm!
 
Der Autor ist Pfarrer in Oschersleben in der Magdeburger Börde.

 

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