Disputa 4/2016

 

Wie viel Migranten verträgt das Land?

Um keine Frage wird – nicht nur in Deutschland – derzeit so gestritten wie die Flüchtlingspolitik. Also streiten wir mit. Kanzlerin Angela Merkel hatte die Grenzen geöffnet, die einen sprachen stolz von deutscher Willkommenskultur. Zumindest die Balkanroute ist jetzt wieder dicht. Aber die Debatte ist damit nicht zu Ende. Der halbe Orient und halb Afrika scheinen sich weiterhin nach Europa aufzumachen. Muss man den Einwanderern die eigenen Grenzen öffnen – auch denen, die nicht vor unmittelbarer Kriegsgefahr fliehen? Beginnen wir in dieser Ausgabe mit dem Contra. Für das Pro wird schon ein anderer sorgen.

 

Auch Mutter Teresa empfahl den Armen nicht, nach Europa auszuwandern

Der Christ und die Frage der Flüchtlinge: Wer ihnen Tür und Tor öffnen will und sich dabei auf die Bibel beruft, sollte in der Heiligen Schrift nochmals genauer hinschauen

von Hans Conrad Zander

 

Gebot für uns Christen: Den Nächsten zu lieben. Also Tür auf? – Also Tür auf!
Und nun kommen sie. Zu Tausenden. Wenn wir die Grenzen nicht abriegeln, gibt es keine Grenze nach oben. Allein Afrika bringt jedes Jahr einen Bevölkerungsüberschuss von der Größe Polens hervor. Und auch diese Zahl steigt jedes Jahr.
Den Nächsten lieben. Also Tür auf?
Merkwürdigerweise wird das von Menschen gefordert, die allesamt ihre Türen zuverlässig absperren, wenn sie das Haus verlassen und die froh sind, wenn die lieben Verwandten nach drei Tagen wieder verschwinden. Aber abstrakt kann man das fordern?
Was heißt das, den Nächsten lieben angesichts der Situation, dass zwischen den verschiedenen Menschen in der Welt und den Bedingungen, unter denen sie leben, ein ungeheures Gefälle besteht? So dass die einen sehr reich und die anderen sehr arm sind, aber auch: dass die einen sehr produktiv sind und zugleich in einer hochkomplexen, ebenso „stressigen“ wie störungsanfälligen Welt leben, die anderen ungleich einfacher und in keinster Weise gebaut für ein Leben in der anderen Welt: Sagt uns da das Gebot der Nächstenliebe tatsächlich, dass wir die Eigentumsgrenzen aufheben, die Konturen verwischen, die die Völker doch erst zu dem machen, was sie sind, und unter Missachtung aller Erkenntnisse der Geschichte und Sozialforschung ein Chaos herstellen sollen, das jede vernünftige Entwicklung unmöglich machen muss?
Verlangt der Glaube von uns ein derartiges sacrificium intellectus? Dürfen wir angesichts einer Völkerwanderung nie dagewesenen Ausmaßes so tun, als gehe es nur um individuelle Hilfeleistung? Aber auch: Haben wir denn nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, das Land und die Gesellschaft und den Rechtsstaat zu schützen vor ganz offensichtlichen, tödlichen Gefahren, die ihm drohen? Denn dass es sich um eine tödliche Gefahr für unsere Zukunft handelt, muss jedem klar sein, der rechnen kann, wenn in einem einzigen Monat bis zu zehn Mal so viele Leute in unser Land gelangen, als dort Kinder geboren werden.
Müssen wir da nicht neu fragen: Wer ist unser Nächster?
 

Die Menschen sind nicht gleich

Die erste Beobachtung, wenn man sich umblickt in der Welt: Die Menschen sind nicht gleich. Es gibt schön und hässlich, dumm und gescheit, gesund und krank, arm und reich. Doch vor Gott? Vor Gott sind alle gleich!
Alle sind gleich? So steht es nicht in der Bibel. Dort heißt es nur: Gott sieht nicht auf die Person. Das heißt aber: Gott sieht nicht auf den Rang, den jemand in der Gesellschaft bekleidet, nicht auf die Bedeutsamkeit, die wir ihm zumessen in der immer ungerechten Maschinerie dieser Welt. Vor Gott kommt endlich auf, wer jemand wirklich war. Und hier wird nicht alles gleichgehobelt, sondern, im Gegenteil, hier kommen die wahren Unterschiede zum Vorschein. Gott richtet nach anderen Kriterien als die Welt. Aber er richtet. Und das heißt: Er unterscheidet. Das Gericht Gottes ist die letzte und eigentliche Unterscheidung der Menschen.
Die Bibel wird oft als Buch gelesen, das von der Gleichheit handelt. Es ist aber genau umgekehrt. Das beginnt mit der Schöpfung: Die Schlange verspricht Adam und Eva, sie würden sein wie Gott, wenn sie von der verbotenen Frucht äßen (Gen 3,5b). Sie setzt also bei der Ungleichheit des Geschöpfs ein. Wie der Satan selbst nicht aushalten konnte, nicht Gott zu sein, sollen auch Adam und Eva unter der Ungleichheit leiden und dagegen aufbegehren.
Das setzt sich fort bei Abel und Kain. Abels Opfer wird erhört, Kains Opfer nicht. Warum ist das so? Wir bekommen hier keine Antwort. Es ist einfach so. Doch anstatt auszuhalten, was nicht zu begreifen ist, wählt Kain den Weg der Gewalt. Er erschlägt Abel und wird so zum Brudermörder. Die Lösung des Problems? Eben nicht: Jetzt ist er erst wirklich durch einen riesigen Graben von seinem Bruder getrennt, durch den Graben von Schuld und Unschuld. Neue Ungleichheit.
Von einem weiteren Versuch der Menschen, die unendliche Zerstreuung zu verhindern und zu einer Einheit zu werden, erzählt die Geschichte vom Turmbau zu Babel (Gen 11,1-9). Sie endet damit, wie Gott die Menschen eben für diesen Griff nach dem Ganzen bestraft: Erst jetzt werden sie tatsächlich und irreversibel über die Länder zerstreut.
Jakob und Esau, Josef und seine Brüder, die Erwählung Israels vor den anderen Völkern: Was ist die schwierigste Aufgabe im Leben des Menschen? Nicht gemacht zu haben, dass und wer man ist: Die „Annahme seiner selbst!“ (Romano Guardini)
Immer die gleiche Botschaft: Du bist nicht der andere! Aber auch eine Lösung: Lebe du dein Leben, dann kannst auch du ein gelingendes Leben führen. Aber dein Leben!
Auf heutige Imigranten übertragen: Du bist kein Deutscher. Also nicht: Werde Deutscher, dann geht es Dir gut. Lebe du dein Leben, versuche deinem Leben Sinn zu geben. Lass dir dabei helfen, aber eine andere Lösung gibt es – von Einzelfällen abgesehen – nicht.
Um zu sehen, dass es nur so geht, muss man nur auf das ungeheure Ungleichgewicht der Zahlen schauen, bei den Völkern als ganzen, vor allem aber bei den bereits geborenen Kindern! Deutschland ist klein, Afrika unermesslich.
Das Paradies ist ein Garten. Es hat genau ein Gebäude: Die Mauer. Ohne Mauer wächst keine Rose.


Immer nur helfen geht auch nicht

Was tut man als Christ in einer schwierigen Situation, wo man nicht mehr weiter weiß? Man sieht, was die Heiligen getan haben und sieht, was der Herr getan hat.
Mutter Teresa begann damit, Sterbende von den Straßenrändern aufzulesen, ohne Blick auf weitere Folgen und Umstände. Als sich herumsprach, was sie tat, bekam sie Hilfe von anderen. Man gab ihr Geld. Aber auf einen Gedanken kam niemand: Die Probleme Indiens dadurch zu lösen, dass man die Leute einfach mitnahm nach Europa. Genauer gesagt: Wenige Privilegierte mitzunehmen und den Rest liegenzulassen.
Jesus erzählt das Beispiel vom barmherzigen Samariter, als er klarmachen will, was es heißt,  seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst (Lk 10,25-37). Ein Mann, „der unter die Räuber gefallen war“, liegt am Straßenrand, als – ausgerechnet – ein Priester vorbeikommt. Der hat „nichts gesehen“ und Wichtigeres zu tun. Das Gleiche gilt für den Leviten. Bis zuletzt ausgerechnet der Mann aus dem verhassten Samaria dem Niedergeschlagenen hilft.
Worum geht es hier? Meines Erachtens ist diese Geschichte nicht als allgemein gehaltene Aufforderung zur Hilfsbereitschaft zu lesen, sondern als Aufforderung, zu erkennen, was die Stunde verlangt: Was soll ich jetzt tun? Werde ich meinem jetzigen Auftrag gerecht?
Allgemeiner gesprochen: Jeder kommt in Situationen, in denen er „dran“ ist. Vielleicht ist unser ganzes Leben ein Warten auf ein solches Aufgerufenwerden. Und wenn wir beten: „Führe uns nicht in Versuchung!“, bitten wir Gott, uns nicht in Situationen zu führen, in denen wir Gefahr laufen, zu versagen.
Der Samariter stellt in dem Moment, in dem er erkennt, dass da einer im Straßengraben liegt, der ist wie er selbst, alle seine sonstigen Termine zurück und kümmert sich nur um den, der ihm ganz nah ist. Er versorgt seine Wunden, legt ihn auf sein Tragtier und bringt ihn in eine Herberge – Krankenhäuser gab es in der vorchristlichen Welt noch nicht. Und dann? Dann geht er wieder heim? – Nein! Er gibt dem Wirt noch zwei Denare und sagt zu ihm: „Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.“ (Lk 10,35)
Der Samariter sagt nicht etwa: „Ich bring dir hier einen, kümmere du dich um ihn. Ich habe keine Zeit dazu!“ Er lässt nicht den anderen Samariterdienste leisten. Er tut es selber!
Und was er schon gar nicht tut ist, den Armen seiner Zeit zu sagen: Kommt nach Samarien, dort wird für euch alle gesorgt.
Gerade Kirchenvertreter berufen sich heute oft auf dieses Gleichnis, aber doch immer so, dass klar wird, dass natürlich „die anderen“ sich um die Leute kümmern sollen, nach dem Motto: „Solidarität ist, wenn die anderen zahlen.“
Sind wir „immer dran“? Ja. „Seid wachsam“! – also: immer in Bereitschaft. Wenn aber meine Aufgabe wäre, immer und überall zu helfen, dürfte ich selbst nicht mehr leben. Der Priester dürfte nicht mehr in den Tempel gehen, wo doch immer irgendwo jemand Hilfe braucht, der Chorleiter dürfte kein Stück einüben, der Tänzer nicht tanzen, der Beter nicht beten: Immer ist zu helfen! Und die Ärzte, die im Notfall – unentgeltlich – helfen müssen, dürften keine Rechnungen mehr stellen. Man muss einfach den dauernden Notstand ausrufen und jedes private Leben, selbst das Lesen eines Buches, wäre illegitim.
Können wir die Geschichte vom barmherzigen Samariter als Handlungsanweisung für den Umgang mit der heutigen Völkerwanderung zur Anwendung bringen? Geht aus ihr hervor, dass wir alle Fremden, die zu uns kommen wollen, aufnehmen sollen? Wenn ich dem Verfolgten bei mir Unterschlupf gewähre, muss ich ihn schützen. Aber gilt das auch für unser ganzes Volk? Muss ein Volk einem anderen Unterschlupf gewähren? Und wenn ja, für wie lange?


Unser Haus bleibt unser Haus...

Es gibt noch eine Stelle, in der im Neuen Testament in sehr klarer Weise vom christlichen Umgang mit Menschen in Not die Rede ist. In Johannes 5, 1-5 wird berichtet, wie Jesus einen Lahmen heilt, der nach 38 Jahren jede Hoffnung auf Rettung verloren haben muss. Hier kommt Licht in die Finsternis und hier wird klar, was Glauben heißt: Hoffen wider alle Hoffnung und die Verheißung, dass die Erlösung wahr wird!
Jesus hilft also – und dann? „Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh! Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging.“  Der Mann kann wieder gehen und er soll auch gehen. Doch wo wird er hingehen? Hat er Angehörige? Einen „Arbeitsplatz“ hat er sicher nicht. Jesus schickt ihn einfach in die Welt hinaus.
Und dennoch ist dies vielleicht der entscheidende Satz für uns: Jesus sagt nicht: „Du Glücklicher, der du mich gefunden hast. Bleibe bei mir und lass dir helfen bis ans Ende deiner Tage!“ Sondern: „Ich habe dir geholfen und nun lebe du dein Leben! Leb es selber!“
Ob er ihm später wieder begegnet ist? Ob er zu seiner Anhängerschaft gestoßen ist? Ob er zu den „zehn Prozent“ gehört, die sich später noch einmal bei ihm bedankt haben? Wir wissen es nicht. Zu ihm hat Jesus jedenfalls nicht gesagt: „Folge mir nach!“ Warum nicht? Auch das wissen wir nicht.
Gott mutet uns zu, dass wir unser Leben leben, ohne gefragt worden zu sein, ob wir das überhaupt wollen. Und manchmal kann das über unsere Kräfte gehen.
Aber niemals verlängert er die Samaritersituation ins Unendliche. Wir sollen den Flüchtling schützen, wenn er Schutz braucht. Und wir sollen ihn gut behandeln. Wir sollen ihm auch helfen, wenn er in Not gerät. Aber wir haben keine Verpflichtung, einen Fremden in unser Haus aufzunehmen und ihn dort auf ewig wohnen zu lassen. Es ist unser Haus.
In Notzeiten kommt es vor, dass man jemanden bei sich schlafen lässt. Im Krieg war das so. Von meinen Großeltern weiß ich, dass sie im Krieg an einer fremden Haustüre geläutet haben und dort aufgenommen worden sind, von wildfremden Menschen. Aber am nächsten Tag haben sie sich bedankt und sind weitergezogen. Es ist ein Unterschied, ob man als Flüchtling Unterschlupf sucht oder als Obdachloser in ein fremdes Haus einzieht.


...und der Rechtsstaat muss Rechtsstaat bleiben

Damit sind wir auf der anderen Seite angelangt: Was hätte Jesus eigentlich zu den Leuten gesagt, die ohne Recht über unsere Landesgrenze steigen? Gibt es eine einzige Stelle in der ganzen Bibel, in denen die Armen dazu aufgefordert werden, sich ihr Recht zu nehmen, die Reichen – wer immer das sein soll – zu enteignen und ihr Gut an sich zu reißen?
Den Reichen sagt er, sie sollten ihr Leben nicht auf den Reichtum bauen. Und arm und reich sollen auf Gott hoffen, von dem sie alles erwarten dürfen.
Dabei geht es nicht um unseren Reichtum. Was uns das Recht gibt, unsere Heimat zu verteidigen, ja was es zu einer heiligen Pflicht macht, das zu tun, ist nicht das Geld. Es ist die Liebe zum Land und das Wissen, dass es ein Schatz ist, der uns nur anvertraut ist.
Ein Rechtsstaat ist eine sehr konkrete, umschreibbare Größe: Dort gilt das Recht nicht nur auf dem Papier, sondern auch in Wirklichkeit. Jede Diktatur, auch die heutige „Autodiktatur“ (Václav Havel), schiebt die Paragraphen mit dem Verweis auf bestimmte Werte zur Seite, die gerade von der Mehrheit geteilt werden. Und so gilt leider auch für das Grundgesetz allzu oft: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg – dran vorbei.“

 
Zurück, wenn der Krieg vorüber ist

Flüchtlinge aufnehmen? Ja – natürlich. Bis der Krieg vorbei ist! Aber nur, wenn es sich um echte Flüchtlinge handelt: Wer arm ist, ist kein Flüchtling. Und hier muss der politische Verstand einsetzen. Es ist verantwortungslos, zu predigen, man könne alle aufnehmen. Und es ist schon um der Gerechtigkeit willen geboten, alle wieder heimzuschicken, wenn der Krieg vorbei ist. Es gibt kein Einwanderungsrecht!
Weit mehr noch: Das elementarste Menschenrecht, das es überhaupt gibt, ist das Recht, nach eigenen Gesetzen im eigenen Land zu leben. Freilich gibt es Wandel. Und freilich gibt es in bestimmtem Umfang  die Aufnahme und Integration von Fremden. Und natürlich bleibt nicht alles beim Alten. Das war nie so. Aber Masseneinwanderung ist nicht mehr – aristotelisch gesprochen – „metamorphosis“, sondern „alloiosis“: nicht mehr „Gestaltwandlung“, sondern „Ersatz durch etwas anderes“. Mit anderen Worten: Tod. Das deutsche Volk war im Laufe seiner Geschichte sehr starken Wandlungen ausgesetzt. Wenn sich aber die afrikanische Platte über die europäische schiebt, dann gibt es Deutschland und dann gibt es Europa nicht mehr. Und irgendwie wäre es dann halt doch auch schade darum. „Mir aber sollte es nicht leid sein um Ninive,“ sagt Gott sogar über diese Geißel Israels, „die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die nicht einmal rechts und links unterscheiden können – und außerdem so viel Vieh?“ (Jona 4, 11).
Der Ausländer könnte uns bereichern. Wenn er aber nicht geladen kommt und als Gast, bringt er uns auch noch um die Gastfreundschaft und die Großzügigkeit. Niemand, der sich bedankt. Stattdessen neue Vorwürfe, wenn wir nicht noch mehr aufnehmen wollen. Ist das christlich?
Einen Punkt habe ich in meinen Ausführungen komplett ausgespart. Ich will ihn hier abschließend nur nennen: Der Appell, aus Nächstenliebe zu helfen, richtet sich an den Christen und an jeden Menschen, der seines Weges zieht. Er richtet sich selbstverständlich nicht an Staaten, noch nicht einmal, wenn diese fundamentalistisch christlich wären und die Gebote Jesu zu ihrer Verfassung machten. Der Staat steht in einer ganz konkreten, nicht dispensierbaren Verantwortung gegenüber seinen Bürgern. Und eine seiner Hauptaufgaben ist es ja, seine Bürger davor zu bewahren, in unlösbare Gewissenskonflikte zu kommen (Niklas Luhmann). Die Grenzen müssen zugehen, damit wir weiterhin – in den armen Ländern – helfen und weltoffen bleiben können.

 

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