VATICAN-magazin

Europa im Sinkflug

Ehe für alle und jeden?

Die Staaten und die Gesellschaften Europas haben aus dem Blick verloren, was Ehe ist. Dadurch wachsen die europaweite Rechtsunsicherheit, die gesellschaftliche Verwirrung und eine Geringachtung der Familie

von Stephan Baier

In Jahrhunderten mühevoller Christianisierung ist der Kirche in Europa eine echte Kulturrevolution gelungen: die relative Humanisierung eines relativ barbarischen Kontinents. Bezüglich der Ehe war solches aber kaum nötig, denn wenngleich Ehebruch und Gattenmord offenbar eine stete Versuchung der gefallenen Menschennatur sind, so war eines doch zumindest grundsätzlich klar: Die Ehe ist eine dauerhafte, auf Nachkommen hin angelegte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Mit dieser Selbstverständlichkeit ist es jetzt vorbei, denn immer mehr Staaten Europas führen die so genannte „Ehe für alle“ ein. Ein höchst missverständlicher Ausdruck, denn nicht jeder darf jeden heiraten: Noch sind die Polygamie, die Verwandtenehe, die Heirat seiner selbst oder die Ziviltrauung von Mensch und Tier nicht legalisiert. Noch nicht, denn mit welchem Recht will ein Staat jemandem verbieten, mehrere Frauen, die leibliche Schwester, seinen Dackel oder sich selbst zu heiraten, wenn er die Ehe derart entkernt hat, dass es nur mehr darum geht, füreinander Gefühle zu hegen und Verantwortung zu übernehmen?


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