VATICAN-magazin

Disputa

Dienst statt Macht

Der Beitrag des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zur Debatte um das katholische Priestertum

In den Wortmeldungen zum Synodalen Weg taucht ein Wort immer wieder auf, wenn es um Priestertum, Leitungsaufgaben und innerkirchliche Strukturen geht: Macht. Überhaupt auf die Idee zu kommen, etwa im Dienst der Priester und Bischöfe eine Form von Machtausübung zu sehen, die mit strukturellen Reformen (mehr Frauen in Leitungsämtern) gezügelt werden müsse, ist die Folge einer katastrophalen Fehlentwicklung der Sicht auf das geistliche Amt in der Kirche, der der emeritierte Papst Benedikt XVI. mit seinem Beitrag über das katholische Priestertum für das jüngste Buch von Kardinal Robert Sarah, „Aus der Tiefe des Herzens“, entgegensteuern will. Joseph Ratzinger geht den Wurzeln des priesterlichen Dienstes in der katholischen Kirche bis in das Judentum des Alten Bundes nach und legt den Kern des von Jesus Christus gegründeten katholischen Priestertums frei, der nichts mit Machtausübung und einem rein funktionellen Priesterbild, sondern mit der vollkommenen Hingabe des Geweihten an Gott und die Menschen zu tun hat.

Foto: RC

Ein umfassender Dienst an Gott, der eine Ehe ausschließt

Auszug aus seinem Beitrag: Was der emeritierte Papst in dem Zölibats-Buch von Kardinal Robert Sarah über die priesterliche Ehelosigkeit geschrieben hat

Eine Leseprobe von Joseph Ratzinger / Benedikt XVI.

Entscheidend für das Verständnis dessen, was Jesus mit Kult gewollt und nicht gewollt hat, ist selbstverständlich das Letzte Abendmahl mit der Gabe von Leib und Blut Jesu Christi. Es ist hier nicht der Ort, in den inzwischen entstandenen Disput um die rechte Auslegung dieses Geschehens und der Worte Jesu einzutreten. Wichtig ist, dass Jesus einerseits die Sinai-Tradition aufnimmt und so sich selbst als den neuen Mose darstellt, andererseits aber die besonders bei Jeremia formulierte Hoffnung des neuen Bundes aufnimmt und damit eine Überschreitung der Sinai-Tradition ansagt, in deren Mitte er selber steht als der Opfernde und Geopferte zugleich.


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