VATICAN-magazin

Literatur mit Geist und Seele

Ex-Jesuit, Exorzist, Exzentriker

Der Mysteriöse: Malachi Martin

von Stefan Meetschen

Es gibt Autoren, welche die Aura des Mysteriösen, die ihr Werk umgibt, kongenial mit ihrer Person, ihrem Image zu verbinden wissen. Ein solcher Autor war zweifellos Malachi Martin, der 1921 in Kerry (Irland) zur Welt kam, dann in den Jesuitenorden eintrat, als Wissenschaftler und schließlich als Sekretär Kardinal Augustin Beas in Rom tätig war, bis er sich Mitte der 1960er Jahre als säkularisierter (nicht laisierter!) Priester in New York niederließ und zum erfolgreichen Autor avancierte: Mit Werken wie „Die Jesuiten“ oder „Das letzte Konklave“, die ein düsteres Bild vom Zustand der Kirche nach dem Konzil zeigen; weshalb es nicht überrascht, dass Martin, der in den 1970er Jahren noch als liberaler Experte in TV-Shows auftrat, später eine Nähe zu traditionalistischen Kreisen nachgesagt wurde. Die Alte Messe soll er laut Medienberichten in seinen letzten Lebensjahren täglich zelebriert haben. Zudem war er, wie er selbst in zahlreichen Radiosendungen nicht müde wurde zu betonen, als Exorzist tätig. Wobei die Grenze zwischen dem betenden, berichtenden und schreibenden Exorzismus bei Malachi Martin fließend war. Viele verunsicherte Katholiken soll er, wie man zahlreichen Youtube-Kommentaren entnehmen kann, bei ihrem Glaubensweg im Einklang mit den Sakramenten gestärkt haben.


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