VATICAN-magazin
Foto: KIN

Der maronitisch-katholische Erzbischof Joseph Tobji aus Aleppo gehört mit seinen 47 Jahren zu den jüngsten geistlichen Würdenträgern des Nahen Ostens. Trotz seiner jugendlichen Freundlichkeit ist ihm die Last anzumerken, die auf ihm ruht: Tobji trat das Bischofsamt 2015 an, als der Kampf um die nordsyrische Stadt seinem Höhepunkt zustrebte. Seine Bischofskirche wurde durch Granaten schwer zerstört, viele Gemeindemitglieder wurden getötet, andere flohen. Mittlerweile ist in Aleppo eine Phase des Aufatmens angebrochen, doch der Krieg in Syrien hält unvermindert an. Im März geht er bereits in sein achtes Jahr. Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ steht an der Seite der Christen, die in ihrer Heimat Syrien ausharren. Die Geschäftsführerin der deutschen Sektion des Hilfswerks, Karin Maria Fenbert, hat Erzbischof Tobji bei Reisen nach Aleppo im Januar und August 2017 getroffen. Anfang dieses Jahres war Tobji nun in Deutschland zu Gast – bei einem Begegnungstag von „Kirche in Not“ in Köln. Im Interview mit Frau Fenbert gibt er Auskunft über die aktuelle Lage in Aleppo, das Machtspiel um sein Heimatland, christlichen Märtyrermut – und warum er nie an Flucht dachte.

Erzbischof Tobji, Ihre Erwählung zum maronitischen Erzbischof fiel mitten in eine der schwersten Phasen des Krieges. Was gibt Ihnen Kraft?

Als ich zum Bischof geweiht wurde, habe ich mit Tränen in den Augen gesagt: „Herr, was hast du mit mir vor?“ Es ist wirklich der Herr allein, der entscheidet. Ich selbst bin nur ein kleiner Teil von Gottes Plan.


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