VATICAN-magazin

Titel-Thema

„Nicht die Wahrheit, der Irrtum ist originell“

Für Robert Spaemann zählte das Argument

von Manfred Lütz

Ich hätte ihn in Verlegenheit gebracht, sagte mir Robert Spaemann am Telefon. Als ich mich sofort entschuldigte, erklärte er mir, nein, es sei nichts Schlimmes, mein Schreiben hätte nur bewirkt, dass er wohl seine Meinung ändern müsse. Es ging damals um ein Interview, in dem er behauptet hatte, das Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus stelle einen Bruch der Lehrtradition dar. Ich hatte vor allem eingewandt, die These, eine interpretierbare Anmerkung in einem als „Vorschlag“ gekennzeichneten niedrigrangigen Schreiben könne einen Bruch der Lehrtradition darstellen, überzeuge mich nicht. Tatsächlich korrigierte Spaemann seine Auffassung in einem Text für „Die Tagespost“. So etwas habe ich kaum je bei großen Denkern erlebt, und doch war es für Robert Spaemann typisch.


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