VATICAN-magazin

Aus dem Logbuch des Schiffs Petri

Was wichtig war im Vatikan

Ein psychologisch schlechter Augenblick

Eine Synode im Schatten der Missbrauchskrise. Einschneidende Ergebnisse brachte die römische Bischofsversammlung über die Jugend und die Unterscheidung der eigenen Berufung nicht

Sonntag, 28. Oktober

Ohne umstürzende Ergebnisse ist heute die römische Bischofssynode zur Jugend und Unterscheidung der jeweils eigenen Berufung zu Ende gegangen. Dabei hatte Papst Franziskus das Instrument der Synode – von Paul VI. nach dem Konzil geschaffen, aber als reines Beratungsgremium des Papstes konzipiert – kurz vor der jüngsten Bischofsversammlung beträchtlich aufgewertet. So hat die kurz vor der Jugendsynode von Franziskus erlassene Apostolische Konstitution „Episcopalis Communio – Zur Synode der Bischöfe“ vom 15. September eine entscheidende Neuheit gebracht: Das Dokument bestimmt in Artikel 18, Paragraf 1, dass das von den Synodenvätern zu beschließende Abschlussdokument, wenn es denn vom Papst bestätigt worden ist, „Teil des ordentlichen Lehramts des Nachfolgers Petri wird“. Und da diese Neuausrichtung der Kirchenführung in Rom wie in der Weltkirche in den unruhigen Wochen der Missbrauchsskandale und der Anklagen des Ex-Nuntius Carlo Maria Viganò wohl etwas untergegangen ist, hielt es der „Osservatore Romano“ zu Synodenbeginn für angebracht, nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass mit „Episcopalis Communio“ – und der entsprechenden Instruktion des Synoden-Generalsekretariats vom 1. Oktober – ein Stück weit von dem umgesetzt wird, was Franziskus bei der Feier des fünfzigjährigen Bestehens der römischen Bischofssynode im Oktober 2015 als einen Schritt hin zu einer synodaleren Kirchenführung angepriesen und angekündigt hat.


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