VATICAN-magazin
Foto: Xpress

Im Jahr 1578, als der Achtzigjährige Krieg tobte, in dem die niederländischen Protestanten Wilhelms von Oranien gegen die spanischen Habsburger kämpften, floh ein Benediktinerfrater namens Arnold Wion (1554–1610) vor den protestantischen Truppen aus dem Kloster Oudenburg bei Brügge auf die sichere Seite der spanischen Niederlande. In Arras wurde er zum Priester geweiht und dann in das Kloster San Benedetto in Polirone bei Mantua geschickt. Im Gepäck hatte er ein mehr als tausendseitiges Manuskript über die Geschichte des Benediktinerordens, das endlich 1595 in Venedig unter dem Titel „Lignum Vitæ, ornamentum & decus Ecclesiæ“ im Druck erscheinen konnte. Eines der vielen religiösen und mit der Zeit vergessenen Werke des Frühbarocks, dieses „Holz des Lebens“, könnte man meinen – wenn Pater Wion seinem Werk nicht auch eine umfangreiche Benediktiner-Bibliographie beigefügt hätte. Und wenn er nicht beim heiligen Malachias von Armagh statt der Werkangabe gleich das ganze vermeintliche Werk über fünf Seiten abgedruckt hätte mit dem Titel „Prophetia S. Malachiae, Archiepiscopi, de Summis Pontificibus“ (Prophetie des Malachias, des Erzbischofs, über die Päpste).


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