VATICAN-magazin

Der Essay

Wie die Aufklärung in Absam scheiterte

Maria in dem vierten Acheiropoiton, dem nicht von Menschenhand gemachten Glasbild aus dem Revolutionsjahr 1797

von Dirk Weisbrod

1797– Europa steht Kopf. Acht Jahre wütet schon die Französische Revolution, die missratene Tochter der Aufklärung. Viele ihrer Kinder hat sie schon gefressen, was aber die gerade regierenden Revolutionäre – oder sollen wir besser sagen Eliten – nicht darin hindert, unter dem Slogan „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ Nachbarvölker beglücken zu wollen. Die Revolutionsarmee ist in Italien eingefallen, besetzt den Kirchenstaat und greift das Habsburgerreich an. In Venedig haucht die Serenissima nach über tausend Jahren ihr Leben aus, der letzte Doge dankt ab. Es lebe die Republik Venedig! Papst Pius VI. wird langsam, aber sicher, zum Verfolgten und schließlich zum Gefangenen der Revolution – bis zum traurigen Ende in Valence. Der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der Habsburger Franz II., muss schließlich im Oktober im Frieden von Campo Formio den Rhein als Frankreichs Ostgrenze anerkennen. Geführt wird die französische Armee übrigens von Napoleon Bonaparte, von jenen eingesetzt, die dieser selbst bald absetzen wird, um ein Imperium zu errichten.


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